Eierstockzysten: meist harmlos, mitunter schmerzhaft

Eierstockzysten sind nicht nur mitunter unangenehm, sondern machen Frauen natürlich auch Sorgen. Eierstockzysten sind in den meisten Fällen zwar harmlos, können aber mitunter auch sehr schmerzhaft werden, wenn sie eine bestimmte Größe erreichen. In sehr vielen Fällen aber bilden sich Zysten glücklicherweise wieder von alleine zurück, sodass es durchaus vorkommen mag, dass man auch ohne sich dessen bewusst ist, zwischenzeitlich sogar schon mal welche hatte.

Vorbereitet zum ArztErkannt werden Zysten häufig beim Frauenarzt im Rahmen von Routineuntersuchungen oder bei Beschwerden durch Abtasten oder im Rahmen von Ultraschalluntersuchungen. Bei auffälligen Zysten kommen dann ergänzende Blutuntersuchungen infrage, gegebenenfalls auch eine Gewebeprobe im Rahmen einer Laparoskopie (Bauchspiegelung), um bösartige Tumore auszuschließen bzw. um solche möglichst schnell zu entfernen. Es ist immer wichtig besonders auffällige Zysten von Eierstockkrebs abzugrenzen.

Bei weniger auffälligen Zysten, und dies sind die meisten, wird ein Arzt oftmals zunächst keine Behandlungen einleiten, aber eine regelmäßige Kontrolle empfehlen, um die weitere Entwicklung zu beobachten. Normalerweise sind Zysten zwar gutartig, aber wenn auch selten, so besteht doch eine kleine Gefahr, dass Eierstockzysten sich zu Eierstockkrebs entwickeln können, daher ist eine regelmäßige Kontrolle sehr empfehlenswert, wenn einmal erkannt. Die gilt natürlich auch, um zu verhindern, dass auch gutartige Zysten zu sehr anwachsen.

Beschwerden durch Eierstockzysten

Eierstockzysten können ab einer gewissen Größe zu Schmerzen beim Harnablassen oder auch beim Sexualleben führen, ebenso aber auch zu Rückenschmerzen oder Unterleibsschmerzen. Sie können auch den Menstruationszyklus beeinflussen, wenn Zysten Hormone produzieren. Dies kann sich dann in unregelmäßigen oder ungewöhnlich starken Perioden auswirken. In wenigen schlimmen Fällen können Zysten auch zu sehr ernsthaften Komplikationen führen. Eine gefährliche Entwicklung wäre etwa eine Stildrehung: Ist eine Zyste über ein Gefäßstil mit dem Eierstock verbunden und kommt es zu einer Drehung des Stils, meist durch sportliche oder körperliche Aktivitäten, so kann die Blutversorgung der Zyste bzw. des umliegenden Gewebes unterbrochen werden, wodurch dieses absterben kann. Eine solche Komplikation kann zu starken Schmerzen und Unwohlsein führen, im schlimmsten Fall sogar zu einer Bauchfellentzündung oder Blutvergiftung. Diese Fälle sind aber eher selten.

Welche Beschwerden auftreten, hängt mitunter auch vom Typ der Zyste ab und auch die Behandlung dieser richtet sich danach. Bei den häufigsten Zystenarten, den funktionalen Eierstockzysten werden zur Behandlung oftmals Hormonpräparate wie Gestagene eingesetzt. Bei Zysten, welche Schmerzen oder Komplikationen verursachen, ist mitunter ein operativer Eingriff notwendig. Dazu gibt es natürlich auch alternative Methoden, um Eierstockzysten in den Griff zu bekommen.

Was sind Eierstockzysten genau?

 

Zysten sind im Wesentlichen nichts anderes eine mit Flüssigkeit oder Gewebe gefüllte Blase und dies ist auch bei Eierstockzysten nicht anders. Funktionale Eierstockzysten können ab Eintreten der Geschlechtsreife auftreten, wobei gerade in den ersten Jahren, aber auch kurz vor Eintritt der Menopause diese häufiger auftreten, da hier der Hormonhaushalt besonders turbulent ist.

Funktionale Eierstockzysten

MenstruationszyklusDenn es gibt unterschiedliche Arten von Zysten. Im Wesentlichen unterscheidet man zwischen den angesprochenen funktionalen Zysten und den angeborenen Zysten. Funktionale Zysten sind dabei deutlich häufiger anzutreffen, man nennt sie deshalb funktional, weil sie aus der normalen Funktion der Eierstöcke entstehen. Ihre Ursache liegt dabei im hormonellen Bereich. Funktionale Zysten wie Follikelzysten etwa entstehen, wenn während des Menstruationszyklus der Follikel nicht platzt, also kein Eisprung stattfindet, sondern dieser stattdessen immer weiter wächst, was vorkommen kann. Ebenso können sich Zysten aus dem Gelbkörper, dem verbliebenen Rest der Eizelle entwickeln, wenn dieser bei einer Nicht-Befruchtung nicht wie normalerweise abgebaut wird, sondern weiterwächst. Es gibt sehr verschiedene funktionale Zystenarten wie Follikelzysten, Corpus-luteum-Zysten und Luteinzysten, Schokoladenzyste oder als eigenständige Form das Polyzystische Ovarialsyndrom, welches zur Kinderlosigkeit führen kann und oft auch in Zusammenhang mit einer (beginnenden) Diabetes steht und einige mehr. Da eine ausführliche Beschreibung den Artikel sprengen würde, sei hier auf die umfangreiche Aufstellung bei Onmeda im Artikel Eierstockzyste verwiesen.

Angeborene Zysten

Frauen-BeschwerdenAngeborene Zysten wie Dermoidzysten und die Parovarialzysten entstehen in der Embryo Phase unseres Lebens, wenn die Keimzellendrüsen verstopft oder verlegt sind und sich Drüsenflüssigkeit und Gewebe zurückstauen. Gerade bei diesen Zysten besteht dabei mitunter die Gefahr der erwähnten Stildrehung. Die Gefahr, dass angeborene Zysten zu Krebs entarten, wird zwar im Allgemeinen als sehr gering eingestuft, eine regelmäßige Kontrolle ist aber sehr empfehlenswert.

Ein Artikel über ein Thema wie Zysten spricht auch immer mögliche Risiken und Gefahren an. Dabei sollte man aber nicht vergessen, dass sich Zysten in 90% aller Fälle immer von alleine zurückbilden und die allermeisten Zysten keine größeren Beschwerden machen oder gar zu Krebs entarten. Trotzdem sollte man bei Beschwerden oder Auffälligkeiten einen Arzt aufsuchen.

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