Gewürze: Zimt

Zimt, lecker, gesund – aber auf den Richtigen kommt es an

Gewürze sind das A und O eines jeden Gerichts, ob nun in einer Hauptmahlzeit verwendet oder in leckeren Plätzchen. Wer kennt nicht den verführerischen Duft von Zimt oder Muskat in der Weihnachtsbäckerei. Gewürze machen aber nicht nur jedes Gericht erst zu einem köstlichen Vergnügen, sondern sie sind auch gesund. Jedes Gewürz hat dabei seine eigenen individuellen Vorteile und richtig kombiniert in den verschiedenen Mahlzeiten stellen Gewürze ein fantastisches Gesundheitselixier dar, aber natürlich gibt es auch bei Gewürzen immer auf etwas zu achten. Hier auf Pinkies schauen wir uns die einzelnen Gewürze nach und nach in einer lockeren Serie an und starten zunächst mit Zimt.

Zimt (vom mittelhochdeutschen Wort Zinemin, lateinisch auch Cinnamum) stammt aus der getrockneten Rinde von Zimtbäumen, die zur Gattung der Lorbeergewächse gehören. Für Zimtöl werden wiederum die Blätter und kleineren Äste verwendet. Das Zimtöl wird dabei auch wegen seiner desinfizierenden Eigenschaften geschätzt.

Zimt war schon im Altertum bekannt

Zimt soll in China schon seit dem dritten Jahrtausend vor Christus bekannt sein, in Europa war es im Mittelalter eines der teuersten Gewürze und war entsprechend nur den Reichen vorbehalten, importiert wurde es meist über Venedig. Ein Hauptumschlagplatz in Deutschland für Gewürze und damit auch Zimt war die reiche Handelsstadt Nürnberg. Ursprünglich stammt Zimt aus Ceylon, dem heutigen Sri Lanka und von der Ostküste Indiens.

Nun, mittlerweile haben aber auch wir Normalsterbliche glücklicherweise Zugang zu edlen Gewürzen.

Zimt ist dabei besonders beliebt in diversen Weihnachtsleckereien (man denke nur an Zimtsterne, Lebkuchen und Glühwein), findet aber auch Verwendung in Curry und herzhaften Gerichten, besonders, aber nicht zwingend, in exotischen Gerichten. Auch wenn es hierzulande besonders mit der Weihnachtszeit in Verbindung gebracht wird, ist Zimt doch ein Ganzjahresgewürz.

Zimt findet daneben auch Verwendung in der Aromatisierung von Heißgetränken (Tee) und in Alkoholischen Getränken.

Zimt hat vielerlei gesunde Effekte

Es wird vermutet, dass Zimt eine blutzuckersenkende Wirkung hat und positive Effekte auf Blutfettwerte, was erste Untersuchungen auch bestätigen, was aber dennoch nicht zweifelsfrei belegt ist. Zimt soll damit auch hilfreich als begleitende Maßnahme bei Diabetes sein, dies sollten Diabetiker aber unbedingt mit ihrem Arzt abklären. Positive Eigenschaften wird Zimt auch bei Magenproblemen nachgesagt (wie Blähungen, Übelkeit), aber auch bei Erkältungskrankheiten wie Heiserkeit, Husten, Bronchitis oder Nebenhöhlenentzündungen, nicht zuletzt durch seine schleimlösenden Effekte. Zudem wirkt Zimt auch antibakteriell und durchblutungsfördernd. Da es die Verdauungssäfte anregt, ist es auch ideal für die Verdauung.

Auf den richtigen Zimt kommt es an

Wichtig bei Zimt ist aber, dass man einen hochwertigen Zimt verwendet. Im billigeren Cassia Zimt (auch: chinesischer Zimt) – ist das als gesundheitsschädlich geltende Cumarin in deutlich größerer Menge als im Ceylon-Zimt vorhanden. Leider wird dieses Cassia-Zimt oft auch in Fertigprodukten verwendet. Ein weiterer Grund möglichst auf Fertigprodukte zu verzichten, denn dann hat man weitaus mehr Kontrolle über die Inhaltsstoffe. Zudem gilt Ceylon – Zimt auch geschmacklicher als feiner, allerdings gehen die Meinungen hierüber auseinander, wie meist, wenn es um eine Geschmacksfrage geht. Da Cassia Zimt aber leider auch oft in fertigen Lebkuchen und Zimtsternen verwendet wird, sollte man diesen entweder selber backen oder auf qualitativ hochwertige Produkte zurückgreifen. In anderen Worten: lieber weniger, aber dafür gesünder und besser. Dies gilt übrigens auch für Curry, auch hier sollte man genau auf die Zusammensetzung achten und lieber etwas mehr investieren.

Cumarin ist ein sekundärer Pflanzenstoff, welcher auch verantwortlich für den frischen Heugeruch ist. In größeren Mengen hat Cumarin eine toxische Wirkung. Cumarin kann bei Einnahme in den Blutkreislauf Kopfschmerzen, Leberschäden, Leberentzündungen verursachen und steht auch im Verdacht – allerdings nur bei sehr hohen Dosierungen – Krebs verursachen zu können.

Ceylon Zimt ist übrigens heller und feiner gerollt als der Cassia-Zimt, der dunkler ist und eine gröbere Rollung hat, bei Zimtpulver fehlt die Unterscheidung aber schwer. Hier kann man sich nur auf die Angaben des Herstellers verlassen. Wichtig beim Kauf ist auch daran zu denken, dass Zimt recht schnell sein Aroma verliert, daher sollte man gemahlenen Zimt möglichst in kleinen Mengen kaufen und schnell verwenden.

Nun, wir haben gelernt, Zimt ist ein durchaus sehr gesundes Gewürz. Man sollte aber möglichst Ceylon – Zimt verwenden und möglichst selber kochen bzw. backen. Und wenn es doch einmal ein Fertigprodukt sein sollte, unbedingt darauf achten, welche Art von Zimt verwendet wird. Mit diesem Wissen ausgestattet wünsche ich Euch viel Spaß bei der Weihnachtsbäckerei und beim Zubereiten eurer Ganzjahresgerichte :)

Kokos- Zimt-Makronen

für 20 Stück

  • 2 Eiweiß
  • 100 g Zucker
  • 100 g Kokosraspeln
  • 1/2 Teelöffel Zimt

Den Ofen auf 150° C einstellen und ein Backblech mit Backpapier auslegen.
Zucker und Zimt zusammenmischen.
Das Eiweiß in eine Schüssel geben und steif schlagen.
Zucker, 1 Esslöffel nacheinander zu dem Eiweiß geben, immer dabei immer rühren, bis der ganze Zucker dazugegeben ist.
Die Kokosraspeln sanft unterheben, bis diese gleichmäßig verteilt sind.
Die Mischung in einen Spritzbeutel füllen und auf das Backblech rosettenförmig spritzen.
In der Mitte des Ofens etwa 20 Minuten backen.
Nach Abkühlen kann wahlweise mit geschmolzener Kuvertüre dekoriert werden.

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