Jod: für einen gesunden Körper

Da Jod mit dem Meer, Fisch und anderen Meeresfrüchten assoziiert wird, ist es für die meisten von uns keine Überraschung, dass die allerbesten Quellen aus dem Meer kommen. Jod ist ein Spurenelement, welches für die Herstellung von Thyroxin Hormonen durch die Schilddrüse unverzichtbar ist. Thyroxin ist essenziell für die Konvertierung von verzehrten Lebensmitteln in Energie und die Effizienz und Rate, mit der dies durchgeführt wird, aber nicht nur. Jod, und die damit verbundene Produktion von Thyroxin, ist wichtig für viele körperliche Funktionen wie:

  • Stoffwechsel
  • Regulierung der Körpertemperatur
  • Gewichtsregulierung
  • Fruchtbarkeit
  • Immunsystem
  • Gesunde Haut und Haare
  • Herzschlag und Blutdruck
  • Regulierung des Schleim-Levels im Sinus und Bronchien
  • Jod wirkt auch entgiftend und als Antioxidant

Interessantes: Jod wird oft auch als Iod geschrieben und im Periodensystem mit dem Buchstaben „I“ identifiziert.

Empfohlener täglicher Bedarf von Jod

Frauen Schwangere Frauen Stillende Frauen Männer
200 µg 230 µg 260 µg 200 µg

Quelle: DGE

Wichtige Quellen von Jod

Häufig wird Jod als Zusatz im Tafelsalz beigefügt, aber so viel Salz zu essen, wie man für seinen Jodanteil braucht, ist nicht gesund oder empfehlenswert.

Bekannt ist, dass Jod im Fisch und in Meeresfrüchten enthalten ist, es findet sich aber auch in Gemüse und in Milchprodukten häufig durch hinzugefügte Zusätze im Land oder im Tierfutter, dieser Jodinhalt bei diesen Lebensmitteln ist dann stark abhängig von der Erde, auf dem diese gewachsen sind bzw. von der Jod Verstärkung des Tierfutters, das die Nutztiere verzehrt haben.

Man wird gute Jod-Quellen in folgenden Lebensmitteln finden, die Mengenangaben können aber stark variieren, abhängig vom Jahr sowie woher und wie die jeweiligen Lebensmittel produziert/gefangen worden sind (Angaben sind für µg (Mikrogramm) pro 100 g Lebensmitteln):

Aus dem Meer:

  • Kaviar 27
  • Kabeljau 100
  • Schellfisch: 190
  • Heilbutt: 20
  • Seelachs: 157
  • Hering: 40
  • Geräucherte Makrele: 47
  • Muschel: 140
  • Hummer: 140
  • Krabbe: 130

Milchprodukte (und Eier):

  • Hühnerei: 21
  • Hühnerei Gelb 57
  • Milch: 18
  • Käse: 14
  • Joghurt: 18

Anderes:

  • Kartoffelpüree: 39
  • Gebackene Kartoffel mit Haut: 60
  • Brokkoli: 15
  • Champignons: 18
  • Lebertran-Öl 400
  • Knackerbrot: 20
  • Roggenbrot -Sorten : 25
  • Nutella: 17
  • Weißwein; 35
  • Tafelsalz: 1300
  • Meeressalz: 2000

1 Gramm = 1.000.000 µg

Interessantes über Seetang: Laut der BfR ist der Konsum von Seetang, bekannt für seine reichhaltige Menge an Jod, nicht geeignet als Quelle zur Jodaufnahme. Begründet wird dies wegen des instabilen Mengeninhalts und der häufig außergewöhnlich hohen Menge an Jod, die sehr leicht die Obergrenze überstreiten kann und so zur Überdosierung führen kann.

Jodmangel

Ein Jodmangel kann leicht vermieden werden durch die Einnahme von frischem Salzwasser-Fisch und anderen Meeresfrüchten oder auch durch das Ersetzen von normalem Tafelsalz mit einem Jod angereichten Tafelsalz. Vergrößerung der Schilddrüse (auch Kropf genannt) und grobe Haar- und Hautabbildung können bei leichtem Jodmangel erscheinen. Schwere Mängel sind gefährlich während einer Schwangerschaft und kann auf das Neugeborene übertragen werden mit Folge von Kretinismus, Hörstörungen oder Sprachstörungen. Besonders Menschen, die auf Fisch und Milchprodukte verzichten, wegen vegetarischen oder veganen Lebensstils oder auch wegen Unverträglichkeitsproblemen sollten auf die Einnahme von Jod achten.

Jod Überdosis

Eine Überdosierung von Jod kann Hyperthyreose verursachen, als Erstes erkennbar durch Symptome von plötzlichen Änderungen im Gewicht, zum Beispiel Gewichtsverlust oder Gewichtszunahme, unregelmäßiger Herzpulsschlag, Schweißausbrüche und nervliche Unruhe. Unbehandelt können ernsthafte Symptome wie Desorientierung bis hin zum Komma auftreten.

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