Schaffe Platz im Schrank

Auch wenn oft behauptet wird, Frau könne gar nicht zu viele Kleidungsstücke besitzen: Die Wahrheit sieht leider anders aus. Laut einer Greenpeace-Studie haben 60% der Deutschen zu viele Klamotten – und viele davon werden überhaupt nicht mehr getragen. Dennoch fällt es oft schwer, sich von Tops, Hosen und Co. zu trennen. Wieso eigentlich? Den Schrank mal ordentlich auszumisten schafft nicht nur Platz, die Konzentration auf das Wesentliche kann auch für den Kopf sehr befreiend sein.

In letzter Zeit haben besonders zwei Methoden, den Kleiderschrank (und mehr) systematisch zu entrümpeln, für Furore gesorgt. Wir wollen sie hier kurz vorstellen.

Drei-Kisten-Methode

Mutter dieses Ansatzes ist die Autorin Rita Pohle, die sich dabei auf Lehren aus dem Feng Shui stützt. Zu einer Einrichtung, in der man sich wohlfühlt, gehört schließlich auch Ordnung – und dieses Prinzip lässt sich im Kleinen auch auf den Schrank anwenden.

Man braucht – bei diesem Namen keine Überraschung – lediglich drei Kisten. Eine ist für Kleider, die man behalten möchte, eine für diejenigen, die gar nicht mehr zu gebrauchen sind. In die dritte kommen Klamotten, die zwar noch ok sind, dir selbst aber nicht mehr gefallen oder passen. Den Inhalt dieser Kiste kannst du anschließend verschenken, spenden oder verkaufen.

Diese Methode schafft schnelle Erfolge und sorgt deswegen für hohe Motivation. Zudem kannst du sofort anfangen – wie gesagt, allzu viel Material brauchst du nicht, und Planung ist auch nicht nötig.

Konmari

Dieser Ansatz ist momentan der letzte Schrei, wenn es darum geht, sich von Überflüssigem zu trennen. Er fußt auf dem Buddhismus und wurde von der Japanerin Marie Kondo entwickelt, deren Buch zu einem internationalen Bestseller avanciert ist.

Ankleideraum - begehbarer Kleiderschrank - Ankleidezimmer - interior

© marog-pixcells

Grundgedanke: Behalte nur das, was dich glücklich macht. Ergebnis: Ein Kleiderschrank, der meist nicht mal mehr die Hälfte der Kleidungsstücke enthält, die vor dem Aufräumen darin zu finden waren. Denn hier wird nicht nur ein bisschen ausgemistet, sondern absolut radikal vorgegangen. Die Methode eignet sich also nur für diejenigen, denen ein gewisser Minimalismus nichts ausmacht.

Trotz des durchschlagenden Erfolgs gibt es aber auch Kritik. Einerseits kann man nicht behaupten, dass Socken glücklich machen. Sie deswegen wegzuwerfen scheint allerdings auch wenig sinnvoll.

Andererseits ist genau dieses Wegwerfen ein Problem. Wenn du streng nach Konmari vorgehst, müssen die aussortierten Stücke tatsächlich auf den Müll – dabei wäre es doch viel besser, sie weiterzugeben.

Mehr über strukturiertes Aufräumen

Der Modespezialist Wenz hat sich ausgiebig mit dem Thema Kleiderschrank ausmisten beschäftigt. Herausgekommen ist dieser praktische Ratgeber, in dem du mehr Informationen zu den hier vorgestellten Methoden sowie viele weitere interessante Kniffe findest, mit denen du deinen Schrank übersichtlicher halten kannst. Wenn du also der Meinung bist, dass du dich von einem Teil deines Bestandes trennen könntest, findest du dort alles, was du wissen musst.

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