Vitamine und Mineralien in der Stillzeit

Unser Körper braucht Vitamine und Mineralien, um zu funktionieren und gesund zu bleiben. Während Schwangerschaft und Stillzeit ist es notwendig die Einnahme dieser Ernährungsstoffe anzupassen, um Baby und Mutter ausreichend damit zu versorgen. Muttermilch wird als der gesündeste Weg angesehen, um ein neues Baby zu ernähren, dadurch wird das Baby in den ersten Monaten seines Lebens mit den wichtigen Nährstoffen versorgt.

Wichtiger Schutz für Mutter und Baby

Auf eine natürliche Art schützt das Stillen des Babys vor bestimmten Risiken wie Infektionen, Verdauungsproblemen und Ekzemen durch den Aufbau von Antikörpern und Immunsystem. Auch die Mutter selbst profitiert davon, mit einer Verringerung des Risikos von Brust- und Eierstockkrebs und einer Erleichterung des Abnehmens auf ihr normales Gewicht. Zusammen haben Mutter und Baby die Chance eine sehr enge Bindung und Liebe zueinander aufzubauen.

Vitamine und Mineralien für stillende Frauen

Obst: ErnährungViele der benötigten Mengen an Vitaminen und Mineralstoffen des normalen täglichen Bedarfs bleiben unverändert, andere Bedarfsmengen sollten aber erhöht werden, um sowohl Baby als auch Mutter ausreichend zu versorgen. Verdoppelt werden muss nun aber nicht, eine kleine Änderung in der täglichen Ernährung ist unter normalen Umständen ausreichend. Der benötigte Bedarf von Vitaminen und Mineralien kann in folgender Tabelle eingesehen werden. Vitamine und Mineralien, die mit dem Pünktchen (*) markiert sind, sind veränderte Mengen, die über den normalen Bedarf einer Frau liegen.

Vitamine in der Stillzeit

Vitamin A (Retinol) 1,5 mg *
Thiamin (Vitamin B1) 1,4 mg *
Riboflavin (Vitamin B2) 1,6 mg *
Niacin (Vitamin B3) 17 mg *
Pantothensäure (Vitamin B5) 6 mg
Pyridoxin (Vitamin B6) 1,9 mg *
Biotin (Vitamin B 7) 30 – 60 µg
Folat (Vitamin B 9) 450 µg *
Vitamin B12 (Cobalamine) 4,0 µg *
Vitamin C 150 mg *
Vitamin D
(Schätzwerte für eine angemessene Zufuhr bei fehlender
endogener Synthese – DGE 2012)
20 µg
Vitamin E 17 mg *
Vitamin K 60 µg

Mineralien in der Stillzeit

Natrium 550 mg
Chlorid 830 mg
Kalium 2000 mg
Calcium 1000 mg
Phosphor 900 mg *
Magnesium 390 mg *
Eisen 20 mg *
Jod 260 μg *
Fluor 3,1 mg
Zink 11 mg *
Selen 30 – 70 μg
Kupfer 1,0 – 1,5 mg
Mangan 2,0 – 5,0 mg
Chrom 30 – 100 μg
Molybdän 50 – 100 μg

Tagesbedarf für Erwachsene – 19-65 Jahre
Quelle: Deutschen Gesellschaft für Ernährung (http://www.dge.de)

Vom Stillen zur Beikost

Baby BeikostNach einem guten Start mit ausschließlich Muttermilch ist es Zeit, vom Stillen auf die Beikost umzustellen. Spezielle Säuglings- und Babynahrung, entweder kommerzielle Produkte oder zu Hause selbst vorbereitete, sorgen zusätzlich für eine ausgeglichene Ernährung des Babys und bereiten das zarte Verdauungssystem auf feste Nahrung vor.

Die Zeit, um die passenden Babyartikel zu kaufen, wie Ess – Lernbesteck und Dippers, kommt in Deutschland, so das Forschungsinstitut für Kinderernährung e. V. in Dortmund, anfangs des 5. Monats. Deren Ernährungsempfehlungen für das erste Lebensjahr enthält eine langsame Umstellung auf Familienkost über den Zeitraum eines Jahres. Während dieser Zeit wird aber zusätzlich empfohlen, dass das Baby auch weiter daneben von Muttermilch ernährt wird, bis dies nicht mehr von Mutter und Kind gewünscht wird.

Während der Umstellung ist es auch wichtig weiter auf die ausreichende Einnahme von Vitaminen und Mineralien zu achten und nur nach der vollständigen Umstellung kann die Mutter langsam den täglichen Bedarf auf das einer nicht schwangeren/nicht stillenden Frau reduzieren.

Interessantes: Neuere Meinungen der WHO legen nahe, dass das Stillen viel gesundheitlich Positives zu bieten hat, wenn das Stillen bis hin zu 2 Jahren durchgeführt wird, das sogenannte „Langzeitstillen“. Nach den ersten 6 Monaten mit ausschließlich Muttermilch, wird empfohlen, neben der Umstellung auf Babynahrung und Familienkost, über einen Zeitraum von zwei Jahren das Kind weiterhin auch mit Muttermilch zu ernähren. Dies hat, so die WHO, den Vorteil einer verbesserten Gesundheit des Kindes mit verringertem Risiko von unter anderen Übergewicht, Lernschwäche und Typ 2 Diabetes.

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