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Wissenswertes rund um das Thema Insulin

Insulin ist ein Hormon, das in der Bauchspeicheldrüse gebildet wird. Es ist ein wichtiges Schlüsselhormon des menschlichen Organismus, da es dafür verantwortlich ist, dass Energie in Form von Einfachzucker (Glukose) aus dem Blut in die Zellen gelangen kann. Insulin wird bei erhöhtem Glukosegehalt im Blut produziert. Indem es den Zuckertransport vom Blut in die Zellen ermöglicht, sorgt es für genug Energie in den Zellen und so dafür, dass der Blutzuckerspiegel in einem akzeptablen Rahmen bleibt. Das Hormon reguliert obendrein das Hungergefühl. Funktioniert seine Ausschüttung nicht richtig oder wirkt das Insulin an den Körperzellen nicht optimal, steigt der Blutzuckerspiegel und es kommt zur chronischen Stoffwechselerkrankung Diabetes mellitus. Diabetes ist genetisch bedingt, im Falle von Typ-2-Diabetes (Insulinresistenz) kommen häufig Übergewicht, falsche Ernährung und mangelnde Bewegung als auslösende Faktoren dazu.

Der Schlüssel zur Energie: Insulin

Insulin ist das einzige Hormon, welches den Blutzuckerspiegel senken kann. Seine Gegenspieler sind Glukagon, Kortisol, Adrenalin, Hormone der Schilddrüse und viele weitere. Erst seit den Zwanzigerjahren des 20. Jahrhunderts ist es möglich, Menschen mit Diabetes Insulin extern zuzuführen. Anfangs wurden tierische Hormone dafür verwendet, seit der 1980er kann das menschliche Hormon mithilfe gentechnischer Verfahren in großen Mengen hergestellt werden.

Wenn der Körper kein Insulin erzeugen kann: Typ-1-Diabetes

Es gibt unterschiedliche Arten von Diabetes: Menschen mit Typ-1-Diabetes sind fast überhaupt nicht in der Lage, Insulin selbst zu produzieren, da der Körper aufgrund einer Autoimmunreaktion die eigenen insulinproduzierenden Beta-Zellen der Bauchspeicheldrüse zerstört. Diese Form betrifft aber nur etwa fünf bis zehn Prozent aller Fälle. Oft wird diese Krankheit schon sehr früh, in der Kindheit oder Jugend, diagnostiziert und sofort mit der Therapie begonnen. Lange Zeit üblich war die konventionelle Insulintherapie (CT), bei der Menschen mit Diabetes einem festen Essensplan folgen und sich das Insulin zu fixen Zeitpunkten spritzen. Die intensivierte konventionelle Therapie (ICT) erlaubt dagegen sehr viel mehr Flexibilität: Die Insulindosis wird nach Bedarf angepasst.

Eine Alternative bietet die Insulinpumpe, die regelmäßig Insulin über einen Katheter an den Körper abgibt und den Grundbedarf an Insulin (Basalrate) abdeckt. Zusätzlich zu den Mahlzeiten benötigtes Insulin (Bolus), oder Insulin zur Korrektur erhöhter Werte, können Pumpenträger auf Knopfdruck freisetzen. Die erforderliche Menge wird jeweils individuell bemessen.

Zivilisationskrankheit Diabetes

Typ-2-Diabetes wurde früher auch Altersdiabetes genannt, da er bis vor wenigen Jahrzehnten im Schnitt erst im 53. Lebensjahr diagnostiziert wurde. Hier bildet eine Insulinresistenz bzw. Insulinunempfindlichkeit einhergehend mit Übergewicht den Ausgangspunkt für die Zuckerkrankheit: Das Insulin kann nicht richtig wirken, da die Körperzellen wegen der genetischen Anlage und bestehendem Übergewicht schlechter auf das Hormon ansprechen. Infolgedessen wandert der Blutzucker nicht in die Zellen, sondern verbleibt im Blut. Da der Blutzuckerspiegel nicht sinkt, produziert der Körper immer weiter Insulin, bis er schließlich überfordert ist und die Bauchspeicheldrüse nach einer gewissen Zeit streikt.

Um die Insulinempfindlichkeit zu verbessern, gehören eine gesunde Ernährung und ausreichend Bewegung zur Behandlung, besonders die Gewichtsabnahme. Wenn jedoch diese Empfehlungen nicht befolgt werden , dann werden meist blutzuckersenkende Medikamente verordnet, erst im fortgeschrittenen Stadium müssen Menschen mit Typ-2-Diabetes Insulin spritzen.

Welches Insulin passt wann?

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© Снежана Кудрявцева – Fotolia.com

Weil Diabetes mellitus chronisch und eine gestörte Insulinproduktion nicht heilbar ist, gehört die Diabetes-Behandlung bei Menschen mit Typ-1-Diabetes stets zum Alltag. Inzwischen ist das aber nicht mehr so umständlich. Je nach Bedarf und Situation kann aus den verschiedensten Präparaten und Verabreichungsarten gewählt werden.

Normalinsulin, (Humaninsulin, Altinsulin) wirkt nach 15–30 Minuten für ungefähr vier bis sechs Stunden. Es gibt auch schneller wirkende Insulinanaloga, deren Wirkdauer aber weniger lang anhält. Diese Präparate kommen als Bolusinsulin zu den Mahlzeiten, für die Senkung von zu hohen Blutzuckerwerten oder bei der Verwendung einer Insulinpumpe zum Einsatz. Verzögerungs- oder Langzeitinsuline können mindestens acht und bis zu 24 Stunden wirken. Als Basalinsulin decken sie den Basisbedarf bei einer ICT (intensivierten konventionellen Therapie). Mischinsuline werden in der Regel bei einer konventionellen Insulintherapie eingesetzt.

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