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Die Scheidung nach dem Urlaub – muss nicht sein

Geposted in Buntes

Die Studie des Abaris-Instituts für Psychotherapie aus 2007, die aufzeigt, dass 33% der Scheidungen nach einem Sommerurlaub eingereicht werden, ist zwar nun schon einige Jahre alt, aber immer noch aktuell. Eigentlich ist der Sommerurlaub ja eines der Höhepunkte, vielleicht sogar der Höhepunkt des Jahres, der aber leider mitunter in einem Fiasko endet. Einer der Gründe dafür ist sicherlich, dass viele Probleme, welche durch den normalen Alltag in der Regel verdeckt werden, im Urlaub sich offenbaren. Da man nun Zeit füreinander hat, hat man eben auch Zeit für das Unausgesprochene, was in dem einen oder anderen vielleicht auch schon länger gärt. Ein weiterer Knackpunkt ist, wie bei vielem, das Problem der Erwartungen, alles soll perfekt sein, nur das Leben ist halt selten perfekt. Als Beispiel: sieht der eine Partner im Strandvergnügen das perfekte Glück, so wird der andere vielleicht lieber Land und Leute erkunden wollen, Probleme könnten vorprogrammiert sein. Alles hoffnungslos?

Sicher nicht, hier einige Tipps, wie der Urlaub doch gelingen kann und ohne Scheidung danach endet.

Urlaub gemeinsam planen!

Glückliches PaarEin Urlaub sollte immer gemeinsam geplant werden und nicht nur von einem stillschweigend im Reisebüro oder Internet gebucht werden. Wichtig ist, dass man seine Ziele und individuellen Wünsche dabei benennt, wie Strandvergnügen, Kultur, Abenteuerurlaub und versucht diese – sofern abweichend – auf einen Nenner zu bringen. Grundsätzlich kann man hier wahlweise jedes Jahr abwechseln, besser aber, man kombiniert beides, sodass beide Partner jeweils etwas davon haben.

… ein bisschen was für jeden

Sicher wird auch derjenige, der gerne Land und Leute im Urlaub erkunden möchte, durchaus mal eine Pause einlegen wollen, nur möchte er sich halt nicht 14 Tage lang am Strand langweilen. Der andere wird sicher nach 2-3 Tagen faulenzen durchaus auch seinen Reiz im Entdecken finden können. Vorteilhaft natürlich sich Ausflugsziele auszusuchen, die beide ansprechen, wobei man aber auch durchaus mal einen Tag dem Wunsch des jeweils anderen den Vorzug geben kann. Kompromisse schließen gehört zum Leben und zur Ehe dazu und auch, dass man nicht immer nur an sich selbst denkt. Nur ausgeglichen muss es halt sein – geben und nehmen – und man sollte sich zudem nicht überfordern. Auch ein Urlaub hat eine begrenzte Zeitspanne und es soll ja ein Urlaub sein, also lieber weniger und dies intensiv statt ein stressiger Marathon, denn dann könnte man auch einfach zu Hause bleiben. Und nicht zuletzt: auch im Urlaub muss man nicht jede Minute zusammenhängen. Frau geht gerne mal alleine shoppen und Mann mal ein Bierchen oder Wein trinken an der Bar (oder umgekehrt).

Wer dies vorher plant und seine Wünsche offen ausspricht, der geht vorbereitet in den Urlaub. Streit Vor-Ort, was man wie oder wann macht, bleibt einem so erspart.

Das eigene Budget bedenken

GeldAuch wenn man im Urlaub generell großzügiger beim Budget ist, so bedeutet dies ja nicht, dass es kein Budget gibt. Auch hier sollte man vorher planen, wie viel man hat und für was man es ausgeben möchte. Es nützt ja nichts, wenn einer von beiden einen teuren Ausflug mit mehrgängigem Menü plant und dann sieht es die restlichen Tage eng aus. Auch dies führt zu Konflikten. Ein begrenztes Budget ist nichts Peinliches, lieber auch im Urlaub sich das leisten, was man sich auch leisten kann. Und wenn es das im Auto mitgebrachte Fertiggericht ist, dann ist es auch i.O. – wichtig ist nur, dass es beide gemeinsam planen, dann macht alles Spaß, auch die Tüte Pommes mit Mayo statt teurem Restaurant.

Nicht alles ändern

Jeder hat im Alltag so seine Bereiche, wo er der Chef ist, wo er die Verantwortung hat. Ähnlich wie manche Männer, wenn einmal in Rente auf einmal zum Haushaltsmanager werden wollen, so kommt es auch im Urlaub vor, dass man auf einmal in die Bereiche des anderen eindringen, was diesen schlicht und ergreifend auf die Palme bringen kann. Andererseits kann es auch sein, dass der jeweils andere sich freuen würde, wenn er wenigstens 14 Tage mal nicht das Übliche machen muss und vielleicht mal der andere Partner kocht. Hier sollte man seinen Partner einfach gut kennen, gerne kann man auch mal was probieren, aber wenn man merkt, dass der andere es nicht will, so sollte man nicht darauf bestehen und vor allem auch nicht gleich beleidigt sein.

Entspannt an die Sache gehen

Stressreduzierung - kleine PauseWer schon gestresst ankommt, der wird entsprechend quenglig dann sein. Gute Reiseplanung ist hier alles, rechtzeitig packen, rechtzeitig losfahren, bei einem Flug den Parkplatz vorher buchen, oder gerne auch schon mal einen Tag früher losfahren, im Hotel übernachten und am nächsten Tag entspannt zum Flug. So hat man auch gleich zum Start des eigentlichen Urlaubs ein viel glücklicheres Gefühl.

Was macht man, wenn es trotzdem knallt?

Im Urlaub gilt ja halt einfach das Gleiche wie zu Hause: offen drüber reden und je nach eigenem Typ, entweder sich sofort knuddeln oder sich aus dem Weg gehen, bis die Luft raus ist. Im Urlaub ist dein Partner immer noch der gleiche Mensch, sicherlich entspannter wie im Alltag, aber er hat dennoch die gleichen Eigenarten. Also nicht zu viel voneinander erwarten.

Miteinander reden

Das Grundproblem mit Streit im Urlaub zwischen Paaren ist eigentlich das gleiche wie im Alltag: Es wird zu wenig miteinander geredet; Probleme stauen sich und die Unzufriedenheit wächst. Wenn dem so ist, so wird dies im Urlaub nur beschleunigt und bricht aus. Also eine gute Idee, wenn einem etwas auf dem Herzen liegt, dies vorher zu klären, sodass man wohl wissend, dass alle Probleme gelöst sind, sich in einem entspannten Urlaub begeben kann. Und nicht zuletzt: keine übertriebenen Erwartungen, einfach alles locker angehen und die freien Tage gemeinsam, oder auch mal alleine genießen, dafür ist der Sommerurlaub da.

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