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Bügeln, von der Metallpfanne zum Dampfbügeleisen

Bügeln beschreibt das Glätten von Textilien mittels Hitze! So weit so gut, für uns Frauen bedeutete es lange Zeit aber vor allem eine anstrengende Tätigkeit, die mitunter auch nicht ungefährlich war. Aber wie sieht es konkret aus mit der Geschichte des Bügelns und wie können wir uns heute helfen, damit Bügeln keine Qual mehr ist, bleibt es doch noch immer meist an uns Frauen hängen? Pinkies geht der Sache auf den Grund.

Gebügelt haben wohl schon die Chinesen um Christ Geburt, natürlich nicht mit elektrischem Strom, aber in Form von Metallpfannen mit einem Gemisch aus glühender Kohle und Sand.

In unseren Breitengraden werden Bügeleisen etwa seit dem 15. Jahrhundert eingesetzt, damals nannte man das Ganze noch Plätten. Hierzu wurde meist eine Metallplatte auf einem Ofen oder über einem Feuer erhitzt.

Ab dem Ende des 17. Jahrhunderts verwendete man hohle Plätteisen, die meist aus Messing bestanden. Hier wurde eine erhitzte eiserne Platte in einen Hohlraum über die durch eine Klappe verschlossene Rückseite eingeführt, um die Sohle zu erhitzen.

Weiterentwickelt wurde die Bügeltechnik im weiteren Verlauf durch Wechselgriffbügeleisen. Hier konnte man die Metallplatte wechseln. Während eine Platte im Einsatz war, wurde die nächste einfach aufgeheizt und eingesetzt, wenn die Hitze der sich im Gebrauch befindlichen, nachließ.

Kohlebügeleisen und gasbetriebene Bügeleisen, nicht ganz ohne Risiko

Im 19. Jahrhundert gesellte sich das Kohle-Bügeleisen dazu, in dessen vergrößerten Hohlraum glühende Kohlen oder Briketts gefüllt wurden, anfangs sogar noch mit Schornstein. Mitunter führte diese Art des Bügelns natürlich zu Brandverletzungen, gelegentliche Verunreinigungen und Verbrennungen der Wäschestücke waren sicher auch inklusive. Auch mit Spiritus wurden Bügeleisen erhitzt.

Eine weitere Idee dieser Jahre war das Gasbügeleisen, diese wurden über einen Schlauch mit der Gasleitung verbunden, sicherlich auch nicht ganz ohne Risiko.

All diese Techniken erfüllten zwar sicher ihren Zweck, waren aber auch gleichzeitig nicht risikolos, extrem anstrengend (mitunter sollen diese Geräte bis zu 12kg schwer gewesen sein) und führten sicher zu einigen Muskel- und Rückenschmerzen.

Ein Erfinder bringt den Durchbruch

Als Erfinder des elektrischen Bügeleisens gilt Friedrich Schindler, dieser entwickelte in den 80er Jahren des 19. Jahrhunderts einen Heizkörper aus Platindraht, welcher zur Isolation mit Asbestfäden umwickelt war. Mit diesem Heizkörper baute er dann das erste elektrische Bügeleisen.

Nun sollte man meinen, dass das elektrische Bügeleisen nach seiner Erfindung, einen raschen Siegeszug antreten würde. Dem war aber nicht, zumindest bis in die 20er Jahre des letzten Jahrhunderts hatten diese nur eine mäßige Verbreitung. Anfangs lag der Grund sicher in der Verbreitung und der Kosten der Elektrizität zu diesem Zeitpunkt.

Erst mit sinkenden Energiekosten und zunehmend stabilerer Energieversorgung traten die elektrischen Bügeleisen langsam ihren Siegeszug an. Insbesondere die Erfindung der Leistungsregelung sowie die Fähigkeit im Leerlauf nicht zu überhitzen, machte das elektrische Bügeleisen den alten Verfahren eindeutig überlegen.

Die Moderne: Dampfbügeleisen und schnurlos sorgen für Komfort

Wesentlicher leichter und eleganter als für unsere Vorfahren geht das Bügeln für uns glücklicherweise heute, stehen uns doch schnurlose Bügeleisen für viel Bewegungsfreiheit und vor allem wesentlich leichtere und kleinere Geräte zur Verfügung. Insbesondere Dampfbügeleisen, bei denen der Dampf über die Sohle, die aus Metall oder Keramik besteht, in das Gewebe gepresst wird, erlauben ein komfortables und sicheres Bügeln.

Und ein gutes Dampfbügeleisen spart dann nicht nur Zeit und sorgt für glatt gebügelte Wäsche, sondern erlaubt auch den gleichzeitigen Genuss des TV Programms. Ob es aber Männer dazu anregt, sich des Themas Bügeln verstärkt und vor allem freiwillig anzunehmen, bleibt offen :)

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