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Cholesterin – viele Fragen offen

Kaum ein Thema, wenn es um Ernährung und Gesundheit geht, erregt so viel Aufmerksamkeit wie Cholesterin. Selbst in Filmen oder Serien ist es eines der Lieblingsthemen, sobald auch nur ein Arzt auftaucht. Cholesterin wird dabei häufig mit Arterienverkalkungen in Zusammenhang gebracht mit den entsprechenden Gefahren bis hin zum Herzinfarkt oder Schlaganfall. Entsprechend ist dieses Thema vor allem mit Ängsten besetzt. Dazu tragen ganz sicher auch die unzähligen Artikel, die man im Internet findet, bei, ebenso wie häufige Erwähnungen im Fernsehen. Seine zweifelhafte Popularität hat Cholesterin sicher auch besonders in den letzten Jahrzehnten erhalten. Wer erinnert sich in diesem Zusammenhang nicht an die große Warnung vor dem Verzehr von (zu viel) Eiern, was man zwischenzeitlich doch etwas relativiert hat.

Was ist Cholesterin eigentlich?

Cholesterin gehört zu den fettähnlichen Substanzen, chemisch ist es aber ein prozyklischer Alkohol. Cholesterin stellt der Körper dabei auch selbst her, denn es erfüllt lebenswichtige Zwecke, ist also grundsätzlich nicht schädlich, vielmehr erfüllt es viele wichtige Zwecke, wie:

  • es wirkt bei der Bildung von Hormonen wie Testosteron, Östrogenen und anderen mit.
  • es ist essenziell für das Funktionieren der Zellmembrane.
  • bei der Produktion von Gallensäure und damit für unsere Verdauung.

und vielen weiteren Vorgängen in unserem Körper, also etwas Lebensnotwendiges.

Aber nicht nur in unserem, denn Cholesterin kommt in allen tierischen Lebensformen vor, nicht aber bei Pflanzen. Der Körper produziert dabei im Normalfall genau die Menge, die der Körper selbst benötigt. Nimmt man tierische Lebensmittel auf, so wird Cholesterin zusätzlich von außen zugeführt. Der Körper reduziert in diesem Fall die Eigenproduktion. Dies funktioniert natürlich nur bis zu einem gewissen Maß, wird mehr zugeführt als vom Körper benötigt, so steigt der Cholesterin Spiegel natürlich.

Vom HDL und LDL

HDL und LDL CholesterinCholesterin selber wird in gerne in zwei Varianten erwähnt, dem guten HDL – Cholesterin und dem schlechten LDL – Cholesterin, wobei gut und schlecht eigentlich eine Folge dessen ist, für was HDL und LDL stehen. Das Cholesterin selber ist wasserlöslich, daher wird es in sogenannten Lipoproteinen verpackt. HDL sorgt dabei dafür, dass Cholesterin von den Organen zur Leber transportiert wird, wo es abgebaut wird. LDL dagegen transportiert Cholesterin zu den Organen. HD steht dabei für High Density (hohe Dichte), LD für Low Density (niedrige Dichte), das letzte L in der Abkürzung für Lipoprotein.

Das schlechte LDL begründet seinen Ruf damit, dass es dazu neigen soll, wenn es in zu hoher Konzentration auftritt, etwa bei zu hoher Aufnahme (durch tierische Nahrung) oder durch eine Störung in den körpereigenen Abläufen, dass es sich an den Arterienwänden ablagern kann, was über die Zeit hinweg zu Arteriensklerose führen kann mit der Gefahr von Herzinfarkt oder Schlaganfall.

Allerdings legen neueste Forschungsergebnisse nahe, dass die Zusammenhänge komplexer sein könnten, da es auch weitere Blutfette gibt, deren Wirken noch immer nicht vollständig verstanden ist. Ebenso ist zunehmend umstritten, ob ein erhöhter HDL Spiegel die schädlichen Wirkungen von LDL reduzieren kann, wie man bisher immer angenommen hatte.

Gesunde Lebensweise hilft beim Cholesterinspiegel

Es gilt allgemein, dass

  • Genetische Veranlagungen
  • Übergewicht
  • Ernährung
  • Bewegung

die Cholesterin Werte im Körper beeinflussen. Je nach Quelle kann man hier wiederum durchaus Unterschiedliches lesen, wenn es um Details geht, inklusive möglicher Widersprüche. Als Konsequenz daraus empfiehlt sich grundsätzlich neben einer Reduzierung von Übergewicht, auch durch regelmäßige Bewegung, eine ausgewogene Ernährung. Sehr umfangreiche Informationen, wie man sein Cholesterin in den Griff bekommen kann, findet man auch auf der Seite www.cholesterin.org/cholesterin-senken/.

Hilfreich ist es, den tierischem Anteil bei seiner Ernährung zu reduzieren, den Obst- und Gemüseanteil aber zu erhöhen. Auch eine ballaststoffreiche Ernährung mit Vollkornprodukten, Haferflocken, Linsen, Erbsen sollen zu einem gesunden Cholesterinwert beitragen. Weitere Kandidaten, denen man einen positiven Einfluss nachsagt, sind auch Sojaprodukte sowie Nüsse oder Fisch. Generell werden Lebensmittel, die reich an ungesättigten Fettsäuren sind, sowie Omega-3 Fettsäuren, denen man einen guten Effekt nachsagt, empfohlen. Lebensmittel mit einem hohen Anteil an gesättigten Fettsäuren sollten dagegen auf ein vernünftiges Maß reduziert werden, darunter sicher auch Fast Food, genauso wie ungesunde Knabbers wie Chips.

Meldungen zu bestimmten einzelnen Lebensmitteln sollte man aber dennoch immer mit etwas Vorsicht genießen, lange Zeit wurde z.B. Knoblauch eine gute Wirkung nachgesagt, was sich aber offensichtlich in Studien so nicht belegen lies.

Zudem sprechen offensichtlich nicht alle Blutfette wie das Lipoprotein (a) auf eine gesündere Ernährungsweise an.

Noch viel Forschung gefragt

Man kann erkennen, dass hier vieles noch Gegenstand weiterer Forschung ist. Bei konkreten Erkrankungen oder der Messung bedenklicher Werte ist der erste Ansprechpartner natürlich immer der eigene Arzt. Dieser kann gezielt Medikamente, vor allem sogenannte Statine, verschreiben. Diese sollen neben anderen Effekten den LDL-Cholesterinspiegel senken, haben aber auch Nebenwirkungen, sodass immer der Einzelfall entscheidend ist.

Gesund bleibenAls Grundlage aber, auch zur Begleitung einer medikamentösen Therapie wie generell zur Vorbeugung, ist eine gesunde Lebensweise mit den bekannten Bausteinen:

  • ausgewogene Ernährung
  • Verzicht auf Risikofaktoren wie Rauchen
  • ausreichend Bewegung
  • ein gesundes Gewichtsniveau

aber immer ein guter Ansatz. In vielen Fällen ist es auch nicht das eine Lebensmittel, welches hilft, oder schadet (wie lange dem Ei nachgesagt), sondern eher die gesamte Lebensweise, aber auch die genetische Veranlagung, welche den Unterschied macht.

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