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Mindesthaltbarkeitsdatum soll teilweise entfallen

Das Mindesthaltbarkeitsdatum gibt nicht an, wie lange ein Produkt haltbar ist, sondern nur, wie lange ein Produkt seinen optimalen Geschmack, Geruch, Farbe oder auch Konsistenz hat. Tatsächlich sind viele Produkte aber länger haltbar, gerade bei Produkten wie Reis, Kaffee, vielen Konserven und anderen. Trotzdem orientieren sich viele Verbraucher aber an diesem Datum und werfen so eigentlich noch gute Lebensmittel ohne Not weg. 82 Kilo je Bundesbürger sollen das sein, oder 89 Millionen Tonnen im EU-Raum. Das kostet unser eigenes Geld und ist irgendwie ja auch etwas unmoralisch, wenn man die Not in vielen Gegenden der Welt sieht. Genau aus diesem Grund planen einige EU Agrarminister, dieses Datum für bestimmte Produkte zukünftig zu streichen. Von der Idee bis zur Umsetzung dauert das Ganze bei der EU-Bürokratie natürlich noch, Experten schätzen gut 2 Jahre.

MindesthaltbarkeitsdatumGrundsätzlich sicherlich eine gute Idee, so ist es ein Produkt gänzlich ohne Mindesthaltbarkeitsdatum und Orientierung doch eigentlich schwer vorstellbar, oder doch nicht? Vielleicht einfach nur eine Gewöhnungssache. Und nicht zuletzt auf vielen Produkten wie ja auch Obst und Gemüse gibt es ja auch kein Datum und wir können mit Auge und Nase auch so erkennen, ob ein Produkt noch in Ordnung ist.

Und was ist mit der Verschwendung, die nicht von Verbrauchern verursacht wird?

Was uns aber wirklich stört, ist, dass man wieder mal das Gefühl hat, dass die ganze Schuld nur auf Verbraucher abgeladen wird. Niemand hinterfragt aber, was mit all den Lebensmitteln passiert, welche in Supermärkten nie verkauft werden, weil:

Produkte viel zu teuer sind

Nur einige Beispiele: Wer kennt nicht die astronomischen Blumenkohl Preise zu bestimmten Jahreszeiten, wo dann haufenweise Blumenkohl liegen bleibt und vor sich hin gammelt, weil zu Recht niemand diese Preise zahlen möchte.

Rohkost ApfelUnd warum kosten spanische Erdbeeren 99 Cent, deutsche aber manchmal 3 Euro. Die meisten mögen Erdbeeren, aber kann gut sehen, dass viele Verbraucher diese Preise nicht bezahlen können und / oder wollen.

Äpfel wachsen prima und in Massen in Deutschland. Warum also kosten die dann ein Vermögen mitunter. Nicht vor all zu langer Zeit habe ich hier gehört, wie sich ein Marktleiter darüber beschwert hat, dass die Kunden keine Äpfel kaufen. Ja, warum wohl?

Supermarktstrategien für unnötig volle Regale sorgen

Und dann die Supermärkte, die darauf drängen, dass Bäcker immer ein volles Sortiment haben müssen, egal zu welcher Uhrzeit. Und da wird dann halt die letzte Füllung einfach nicht mehr verkauft.

Aber natürlich sind es nur wieder wir Verbraucher. Klar, viele sind vielleicht wirklich vorschnell mit den Lebensmitteln und werfen das Nudelpaket etwa unnötig weg, nur weil das Datum um einen Tag überschritten ist, aber nur an den Verbrauchern liegt die Lebensmittelverschwendung nun sicher auch nicht.

Trotzdem sollten aber sicher auch Verbraucher sich die Mühe machen zu verstehen, was Mindesthaltbarkeitsdatum bedeutet: eben nicht, dass es ab diesem Tag nicht mehr verzehrbar wäre.

Quelle: http://www.bmel.de/DE/Ernaehrung/UmgangLebensmittel/ZuGutFuerDieTonne/_Texte/Hintergrund_MHD_LMVerschwendung.html

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