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Winterzeit – Virenzeit: Grippe und Noroviren

Der Winter ist eine Jahreszeit mit vielen Gesichtern – Kälte, Nässe, Nebel, Dunkelheit schrecken viele ab, genauso wie verschneite Landschaften und blauer Himmel entzücken können. Der Winter hat eben zwei Gesichter, wie aber auch der Sommer, auch hier gibt es nicht nur idyllische Sommertage, sondern auch Schwüle, Hitze, Stechmücken… letztlich können wir ohnehin weder das Wetter noch die Jahreszeit ändern – am Besten man geht es optimistisch an und freut sich über die jeweiligen Vorzüge – ist es kalt und stürmisch im Winter, dann genießt man halt kuschelige Video- oder Leseabende, oder vielleicht auch mal ein Spieleabend mit dem Partner und Kindern.

Mit gesundem Optimismus tut man auch gleichzeitig dem eigenen Immunsystem etwas Gutes, und dies braucht man auch im Winter, gerade am Ausgang des Winters, wenn das Immunsystem doch etwas geschwächt ist und gleichzeitig alle möglichen Erkältungsviren, Grippeviren oder auch besonders stark kommend die sogenannten Noroviren, die in den letzten 10 Jahren zunehmend zu einem ernsten Problem geworden sind, zu Plagegeistern werden.

Noroviren: Symptome, Inkurbationszeit und Erkrankungsdauer

Neben Grippeviren erfreuen sich leider Noroviren an uns Menschen. Noroviren sorgen für teils heftigen Durchfall, Erbrechen und Krämpfen, meist aber ohne hohes Fieber. Noroviren gehören zur Familie der Caliciviridae und sind hüllenlose, einzelsträngige RNA-Viren. Offensichtlich fühlen sie sich ausgesprochen wohl in unseren Regionen, denn die Verbreitung hat in den letzten 10 Jahren erheblich zugenommen. Noroviren haben durchaus sehr unangenehme Eigenschaften, denn sie können zum Beispiel auf Objekten recht lange überleben, sind also leider relativ umweltstabil, was ihrer Verbreitung natürlich entgegenkommt, aber wenig erfreulich für uns ist.

Die Inkubationszeit ist relativ kurz mit 10-50 Stunden, Noroviren quälen uns meist ca. 1 bis 3 Tage. Ausgeschieden werden die hochinfektiösen Noroviren über den Stuhlgang sowie beim Erbrechen – und dies in großer Zahl. Problematisch bei den Noroviren ist, dass diese beim Erkrankten auch bis zu 14 Tage nach Ende der Erkrankung noch vorhanden sein können, man also auch dann noch ansteckend für andere sein kann.

Was kann man tun, wie kann vorbeugen gegen Viren?

Auch wenn es natürlich keinen absoluten Schutz gegen Viren gibt, so gibt es doch einige Möglichkeiten das Risiko zu begrenzen.

  • gesund schlafenZum einen natürlich durch frische Luft und Bewegung, auch und gerade im Winter
  • Schlaf in ausreichenden Maß
  • Stressvermeidung
  • Eine möglichst gesunde und ausgewogene Ernährung. Also nicht nur Fast-Food, sondern auch Obst, Gemüse, Hülsenfrüchte, Vollkorn – eben alles, was zu einem gesunden und ausgewogenen Essplan dazugehört. Die Samstags – Sünde beim Speiseplan ist sicher kein Problem, nur eben im Durchschnitt ausgewogen.
  • Grundsätzlich gut ist es, große Menschenansammlungen zu meiden. Da Viren aller Art sich auch auf Produkten, Klinken, Geländer für eine gewisse Zeit halten können, möglichst unterwegs Berührungen der Hand mit Mund oder Nase vermeiden. Gegebenenfalls ein paar Desinfektionstücher im Auto mit führen. Händeschütteln ist zwar Teil unserer Höflichkeitskultur, besonders bei starken Ausbrüchen von Viren, ist es aber noch höflicher es zu lassen.
  • Selbstverständlich gründlich Hände waschen, ca. 30 Sekunden, und auch die Region unter den Fingernägeln nicht vergessen. Neuere Studien zeigen dabei, dass Händewaschen mit Wasser und Seife effektiver ist als Desinfektionsmittel.
  • Ist ein Familienmitglied betroffen, wird es natürlich schwieriger, aber auch dann bestehen noch Chancen, die Verbreitung zu vermeiden. Bei Partnern – auch wenn es schwerfällt – durchaus sinnvoll das Getrennt – Schlafen. Auch wenn bei Gemüse, welches gekocht wird, die Viren ab ca. 60° aufwärts abgetötet werden, so ist bei Gemüse, welche nicht gekocht wird, wie etwa Blattsalat, es sinnvoll dieses nicht mit Händen zu berühren, gegebenenfalls wenn möglich diese Aufgabe delegieren oder noch wesentlich besser auf Speisen, welche nicht abgekocht werden können, verzichten.
  • Hände waschenHygiene, Händewaschen, Reinigen und Desinfektion, möglichst direkten Körperkontakt vermeiden, gegebenenfalls entsprechende Schutzhandschuhe tragen sind die Top-Tipps bei Infektionen. Dazu kontaminierte Wäsche bei hohen Temperaturen waschen und vor allem: Zu Hause bleiben, um anderen zu schützen!

Noroviren – Erkrankungen sind normalerweise nicht tödlich, sondern nur sehr unangenehm. Genauso wie bei der Grippe besteht aber auch hier eine erhöhte Gefahr ernsthaft zu erkranken für ältere Menschen oder Menschen mit geschwächtem Immunsystem oder Vorerkrankungen. Ein großes Problem ist der Flüssigkeitsverlust bei Noroviren, hier auf Trinken achten, und besonders bei älteren Menschen unbedingt ein Auge darauf werfen.

viel trinkenLeider gibt es bisher keine Gegenmittel gegen Noroviren, auch keine Schutzimpfung wie bei der Grippe. Hygiene, Vorsicht und ein gesunder Lebensstil sind daher die einzigen Möglichkeiten uns zu schützen. Und wenn man betroffen ist, viel trinken, denn der Flüssigkeitsverlust ist das größte Problem dieser unangenehmen Erkrankung.

Leider bildet sich auch keine dauerhafte Immunisierung aus, d.h., auch wenn mal erkrankt war, kann man jederzeit neu erkranken.

Passt auf euch auf und bleibt gesund!

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